Als Lehrer bildet man sich natürlich auch fort und erst gestern habe ich am Seminar "Treibstoffe der Zukunft - Zukünftige Perspektiven mit Biotreibstoffen und Wasserstoff" von
Dipl. Ing. Dr. Gerfried Jungmeier, Johanneum Reserarch teilgenommen.
Der überschätzte Wasserstoff
Früher dachte ich immer, dass alles gut werden würde sobald die Fahrzeuge mit Wasserstoff unterwegs wären und nur noch Wasserdampf emittierten. Abgesehen davon, dass davon Probleme des Straßenverkehrs wie Unfälle, Flächenverbrauch und Kosten von Straßeninfrastruktur (beispielsweise sinnlose € 120 Mio. Tunnel) etc. unberührt bleiben, wird das Wasserstoffauto noch eine Weile auf sich warten lassen. Und da Wasserstoff nur ein Sekundärenergieträger ist, muss er unter hohem Energieeinsatz hergestellt werden. siehe
Wasserstoff löst keine Energieprobleme.
Bio...
Andere Treibstoffe wie Pflanzenöl, Biodiesel, Bioethanol, Biogas und Synthetische (Bio)Treibstoffe sind schon weiter. Die Rohstoffe dafür werden vor allem in der Landwirtschaft "geerntet" werden, was aber zu einem dramatischen Konflikt führt:
Essen oder Tanken! Dies hat beispielsweise in Mexiko zu einer dramatischen Verteuerung des Rohstoffes Mais geführt, was sich wiederum direkt auf die Tortillapreise ausgewirkt hat. siehe
Mehr Mais im Tank bedeutet mehr Hungernde
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Elektroauto
Effizient, aber derzeit nicht im Trend. Das Problem sind vor allem die kurzen Reichweiten und die langen Ladezeiten. Revival durch die Hybridtechnologie?
Fazit
Neue Treibstoffen lösen das Klimaproblem nicht, sondern stellen lediglich einen Mosaikstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität dar. Ein viel größerer Effekt lässt sich durch die Änderung des energieverschwenderischen Mobilitätsverhaltens erzielen: so liegen die CO2-Emissionen pro Personenkilometer mit einem Biodiesel PKW bei 73g, mit einem Biodiesel Bus lediglich bei 14g! So schauts aus. Aber ÖPNV ist halt nicht so trendy wie faszinierende neue Wasserstoffautos, was?