Das
Stöckchen von Eric zum Thema Grüßen hebe ich freudigst auf.
Bekanntlicherweise lebe ich in der 2000-Seelen-Gemeinde Hittisau, in der fast jeder jeden kennt. (Ich muss mich hier ausnehmen, da ich bereits mit 10 Jahren das Dorf verlassen habe, um am
BG Dornbirn zur Schule zu gehen) Grüßen ist Usus, wenn man im Dorf Menschen begegnet - sollte der Gruß von einem Einheimischen nicht erwidert werden, hat das meist etwas zu bedeuten: "falsches" Abstimmungsverhalten in der Gemeindevertretung, beleidigende Worte gegenüber Landwirten, ...
Zu älteren Menschen sage ich meistens "Grüß Gott", weil sie sich darüber sichtlich freuen, ansonsten hört man von mir ein "Zewas". "Heil(e)" ist in unser Gefilden weit verbreitet, unsere Mutter hat uns diesen Gruß schon im frühesten Alter untersagt. Vor allem Menschen aus dem Osten Österreichs sind ob dieses Grußes oft perplex, was mich nicht wundert.
Als viel mit dem Rennrad unterwegs seiender, freue ich mich über den Fingergruß der RennradlerInnen und erwidere diesen auch gerne. Interessantereweise gibt es beim Mountainbiken so etwas nicht. Wieso eigentlich? Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass mein verstorbener Großvater in den 80er-Jahren einen weißen BMW fuhr und es üblich war Markenkollegen mit einem Handzeichen zu grüßen - stellt euch das beim heutigen Verkehrsaufkommen vor?! (Anekdote: Sobald man sich bei meinem Großdäta in den Karren gesetzt hatte, wurde mindestens 20 Minuten gebetet - besonders eindringlich waren diese Gebete vor der Grenze, wenn der Kofferraum wieder randvoll mit zu verzollenden Hennele etc. gewesen war)
Freunde begrüße ich per Handschlag und Frauen mit drei! Küsschen auf die Wange. Die meisten sind darob verwundert und würden schon nach dem zweiten genug haben, aber so ist das halt im Wald ;)