Sonntag, 5. November 2006

Stoppt die Online-Überwachung! Jetzt klicken & handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Plane Spotting über dem Bregenzerwald

flightshot3-small.jpg
Anzeige des Flugverkehrs mit Google Maps, 5.11.2006

AUA9288
Die rote Markierung über Sulzberg symbolisiert den AUA-Flug 9288 mit der Registrierung OE-LBQ und dem Code 4364. Flugzeugtyp A320 (Airbus 320). Position: N 47° 29' E 10° 9.1' Geschwindigkeit: 451kts (=835 km/h)

openATC
Durch den Hinweis eines Blogbesuchers bin ich auf das Projekt openATC gestoßen. Wir senden nun in einer Pilotphase die Flugdaten des virtuellen Radars an deren zentralen Server! Über Google Maps (im Browser möglich) lassen sich die Überflüge zeitversetzt betrachten und mit Google Earth (Applikation notwendig) ist die Ansicht schon fast perfekt. Ich habe bereits Kontakt mit dem Betreiber von openATC aufgenommen und mich erkundigt welche Möglichkeiten für statistische Auswertungen bestehen. Interessant wären:
  • Überfüge in einem gewissen Zeitraum
  • Stoßzeiten
  • Flughöhe der Flugzeuge
  • Flugzeugtypen
  • Abflugsflughäfen/Ankunftsflughäfen der Flüge
Ein Besuch bei http://www.openatc.com lohnt sich! (->View in Google Maps)

Technisches
Über die Anwendung openATC-Feeder werden die Flugdaten periodisch (wenige Sekunden) an den Server übermittelt. Der Bandbreitenbedarf liegt leider bei 10MB/h (=7GB/Monat) und ein dedizierter Computer für den 24h-Radarbetrieb fehlt uns leider auch noch.

Korrektur
Der Bandbreitenbedarf liegt bei wenigen 100MB/Monat - ich habe den lokalen Traffic aus bloßer Unwissenheit dazugerechnet.

Trackback URL:
http://bartenstein.twoday.net/stories/2896044/modTrackback

Trackbacks zu diesem Beitrag

verkehrt.twoday.net - 5. Nov, 21:19

Plane Spotting

Flugzeuge über dem Bregenzerwald? ...... [weiter]
snoopy (anonym) - 5. Nov, 21:33

Super Sache!

Echt toll, was Du da möglich gemacht hast, Dominik! So erspar ich mir vielleicht sogar die private Anschaffung dieses "Spielzeugs". Aber irgendwie möchte man wissen, wer sich da oben befindet. Und außerdem kann man über die Fliegerei erst richtig diskutieren, wenn es diese Transparenz gibt. Bleibt zu hoffen, dass die Flugzeugzahlen nicht noch mehr explodieren und dass eine möglichst gerechte Verteilung der Luftstraßen erfolgt.

bartenstein - 6. Nov, 10:58

Snoopy, keine Ursache. Derzeit läuft der Rechner etwas instabil und so kann ich in der jetzigen Phase keine 24/7-Verfügbarkeit garantieren. Derzeit bin ich auf der Suche nach einem stromsparenden zuverlässigen Rechner (W2K, ~1GHz, 256MB RAM).
goncita - 6. Nov, 19:10

dominik, da kommt ja wieder ganz deine technische, informatiker ader zum vorschein :-) ich habe nicht so ganz verstanden was das für ein projekt ist. Eine Art Luftraumüberwachung? Also die Alternative zu den Abfangjägern, nur ohne Jagdfunktion? :-)
So etwas wäre mal interessant in Innbruck. gerade jetzt im winter, wenn der flugverkehr wieder stark zunimmt.

bartenstein - 6. Nov, 19:17

Ja, die technische Ader habe ich doch auch noch. Mit den Schülern des WPG 8b installiere ich derzeit Kubuntu-Linux auf den Rechnern am BORG Egg: http://fralasev.twoday.net . Kannst du dich noch an unsere Mandrake-Installation in der 7. Klasse erinnern, die im totalen Chaos geendet hat, da der Server ständig abgeschmiert ist? *bg*

Bei dem Projekt geht es darum, den Flugverkehr über dem Bregenzerwald mit dem Virtuellen Radar zu messen. Die Funksignale werden von den Flugzeugen selber ausgesendet. Wieso das ganze? http://verkehrt.twoday.net/topics/flugverkehr/
Land und Bund spielen Ping-Pong und behaupten, dass der jeweils andere wissen müsste wieviele Überflüge es tatsächlich gibt. Und da die angebotenen Zahlen zwischen 100.000 und 300.000 Überflügen/Jahr liegen, haben wir die Sache selber in die Hand genommen.
goncita - 6. Nov, 20:06

danke, jetzt versteh ich das schon besser und wie ich aus deinen verkehrt.net berichten entnehmen kann, bist du ja schon länger um so etwas bemüht. toll, dass es dir nun gelungen ist.
aber eins ist mir noch immer nicht klar. was wird sich ändern, wenn man die genaue anzahl der überflüge kennt? wird es auch konsequenzen nach sich ziehen? gibt es da etwa einen limit, wo man sagt,beispielsweise mehr als 200 000 dürfens nicht sein? vielleicht den schadstoffausstoß genau ermitteln können und dementsprechend auch hoffentlich taten setzen? wichtig wäre es doch, wenn man endlich so was wie eine kerosinsteuer einhebt- als eigene EU steuer zb.

dass du bezüglich open source so engagiert bist in der schule find ich natürlich wie immer ganz toll. ich muss ganz ehrlich sagen, an diese mandrake installier aktion kann ich mich nicht mehr so ganz erinnern. wahrscheinlich war ich auch so überlastet wie der server, das ichs gleich wieder vergessen hab :-)
kubuntu linux kenn ich auch nicht. ich bin noch immer glücklich mit suse. welche vorteile hat er gegenüber suse? auch so tolle spiele :-)
wünsch dir noch einen schönen abend, sollte nun endlich vor die bücher sitzen.

bartenstein - 6. Nov, 22:57

Eine Region in Süddeutschland hat es beispielsweise geschafft, ein Überflugslimit mit der Schweiz zu vereinbaren. Solange keine haltbaren Fakten verfügbar sind, wird das Problem Flugverkehr nicht wirklich ernst genommen. Konkrete Zahlen können Maßnahmen wie die Kerosinsteuer unterstützen und vielleicht das Land Vorarlberg veranlassen ihre MitarbeiterInnen nur Atmosfair http://www.atmosfair.de fliegen zu lassen - die Lehrer am BORG Egg haben das bei ihrem Ausflug nach Barcelona schon in Anspruch genommen. Es sind die kleinen Schritte ...

Ja, die Mandrake-Session ist auch schon einige Jahre her. Kubuntu Linux ist das beste Linux und einfacher, schneller als Suse und hat natürlich auch so tolle Spiele! Viel Spaß beim Studieren!
rauch - 7. Nov, 23:18

super, dominik!!!

da wird was draus - hätte ernst happel gesagt - das wird noch einschlagen wie eine bombe, wenn wir endlich zuverlässige überflugszahlen kriegen, die von der austro-control ja nicht herausgerückt werden! ruf mich bei gelegenheit an, ich unterstütze das projekt auf jeden fall weiter!
LG
Johannes

bartenstein - 9. Nov, 12:17

Tja, wenn die AustroControl nicht willens ist die Daten herauszurücken, muss man halt selber initiativ werden.
Lg,
Dominik

Dominik Bartenstein

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